Presse

 

                                         mit freundlicher Genehmigung  Pinneberger Tageblatt vom 06.02.2018

Pinneberger Tageblatt 06.02.2018

 

 

 

 

 

 

 

Bundestrainer Katsuaki Asai gratuliert persönlich
26. Juni 2009 / Pinneberger Tageblatt
 


PRISDORF/KUMMERFELD. Harmonie (ai), geistige und körperliche Kraft (ki) sowie "der Weg" im philosophischen Sinne (do): das ergibt zusammengefasst das Wort Aikido - und damit den Namen für die betont defensive und moderne japanische Kampfkunst, die nun schon seit elf Jahren für Erwachsene, und seit 1999 auch für Kinder beim TSV Prisdorf gelehrt wird.


Grund genug für Spartengründerin Ute Kruse, einen Geburtstagslehrgang zu organisieren, der unter prominenter Leitung in der Sporthalle Kummerfeld stattfand. So war mit Katsuaki Asai (67) niemand Geringeres als der Bundestrainer des Aikikai Deutschland nach Kummerfeld gereist, um durch die zweitägigen Trainingseinheiten zu führen und abschließend auch noch die anstehenden Danprüfungen eigenhändig abzunehmen. Motivation genug also für die Mitglieder der Prisdorfer Aikidogruppe, die mit rund 60 Teilnehmern (darunter auch viele Kinder) an die schweißtreibende Arbeit gegangen waren.

Ob Techniken wie Hebel, Achsen oder Kinetik, die auf physikalischen Prinzipien beruhen: Vor den Vorführungen des 1942 in Tokio geborenen und seit nunmehr 43 Jahren in Deutschland lebenden Lehrmeisters hatten sich seine Schüler jeweils in die "Seiza", eine traditionelle japanische Sitzhaltung, begeben und auf den Fersen hockend den Ausführungen Asais gelauscht.

"Ein schon nicht alltäglicher Besuch", freute sich denn auch Kruse über das Erscheinen des hochrangigen Gastes, der sich auch immer wieder ausgiebig Zeit für die Kinder nahm, die nach Worten Kruses in den Kräfte zehrenden, jeweils zweieinhalbstündigen Lehreinheiten, eine tolle Ausdauer bewiesen. "Die Gruppe hat gute Leistungen abgeliefert, auch wenn ich das Niveau unter Rücksichtnahme auf den Nachwuchs ein wenig im durchschnittlichen Bereich halten musste", zeigte sich denn auch der in Düsseldorf lebende Bundestrainer und Leiter einer Aikido-Schule, Katsuaki Asai, zufrieden mit der Prisdorfer Aikidogruppe. Diese hätte die friedfertige Kampfkunst mit vollem Engagement ausgeübt, bei der Aikidoka in der Regel versucht, den Angreifer nicht zu verletzten, sondern in eine Situation zu führen, bei der er sich mit dem Ziel der Einsichtnahme beruhigen kann.

Doch nicht nur der Sport stand anlässlich des Geburtstags auf dem Programm: Eine große abendliche Feier mit Disco-Musik sowie gemütliche Beisammensein bei einer warmen Mahlzeit rundeten die Wochenendveranstaltung schließlich ab, der neben Ute Kruse mit Günther Neumann, Mario Götte, Bernd Marten und Lars Scheffler auch weitere TSV-Aikido-Trainer beiwohnten. (sho)

 

Aikido - eine japanische Tradition Aikido im Angebot des TSV Prisdorf


"Tag der offenen Tür” beim TSV / Kampfsport-Gruppen demonstrieren ihr Können
Von Anuschka Unger / Pinneberger Tageblatt/24. Juli 2004

Prisdorf. Aikido ist eine tief in der japanischen Tradition verwurzelte Form der Selbstverteidigung, die Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. „Statt eines Kampfs mit dem Ziel des Siegens, steht dabei jedoch der Einklang mit sich selbst und seinem Gegenüber im Vordergrund", erläutert Ute Kruse. Können, Wissen, innere Haltung, Harmoniestreben und Kampfkunst würden zu einem sinnvollen und ausgeglichenen Ganzen verknüpft. Für die 57-Jährige ist eines klar: Ein anderer Sport käme für sie nie in Frage. „Es ist eine Philosophie, eine Lebenseinstellung, die zu mir gehört", erläutert Kruse.
Die gebürtige Elmshornerin verfolgt seit 19 Jahren dieses außergewöhnliche Hobby und trainiert regelmässig mit dem Bundestrainer Asai Shihan in Düsseldorf. Vor etlichen Jahren begann sie, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten selbst an andere weiterzugeben. Seit 1998 gibt sie Aikido-Kurse beim TSV Prisdorf. Einen Einblick in diese faszinierende Welt dieses Sports möchte sie am 28. August im Zuge des „Tags der offenen Tür" beim TSV vermitteln. Denn gemeinsam mit den Abteilungen Kinderturnen, der Trampolin-, Aerobic-, Ballett-, Handball- sowie der Tischtennis-Gruppe werden auch ihre Kursusteilnehmer ihr Können unter Beweis stellen. Los geht die Vorstellung der Sportarten um 14 Uhr in der kleinen Sporthalle der Grundschule. Ab 16 Uhr sind dann die Aikido-Fans am Zug.
„Wir werden den Besuchern einen kleinen Überblick über das Training geben", so Kruse. So werden sowohl die Aufwärmübungen, Auszüge aus dem Fall-Training als auch eine Schwertkampf-Vorführung zu sehen sein. „Allerdings", so betont Kruse, „geht es bei uns wirklich nicht um das Kämpfen, sondern um das Beherrschen der Bewegung, des eigenen Körpers und dem Entwickeln einer vollen Konzentration."Stolz ist Kruse vor allem drauf, dass auch immer mehr Kinder in ihre Kurse kommen und Erfolg haben. „Es ist mühsam, Schritt für Schritt die Bewegungen zu erlernen", erläutert die 57-Jährige. In den Gruppen, vor allem bei den Jungen und Mädchen, achte sie insbesondere darauf, das kein Konkurrenzkampf entsteht. „Wir müssen als Gruppe harmonieren, so schafft es jeder, weiter zu kommen", erklärt Kruse. Dies entspreche auch der Philosophie des Aikido, die vor allem die Aggressionslosigkeit verlangt und den Verzicht von Wettkämpfen. Dies sei vor allem für Kinder gut, denen es an Selbstbewusstsein fehle. „Es ist zwar nicht immer einfach, besonders aufgeregte Kinder zur Ruhe zu bringen, aber es klappt", so Kruse. Selbst bei Hyperaktiven. Und um zu verhindern, dass die Jungen und Mädchen ihre Aggressionen an ihrem Partner auslassen, hätte sie auch einen guten Trick. „Wenn ich merke, dass ein Kind besonders nervös ist, dann darf es einmal richtig laut Schreien - - und zwar während es auf japanisch zählt", so Kruse. Das mache dem Kind und allen anderen auch Spaß und entspanne den Betroffenen so sehr, dass im Anschluss die langwierigsten Übungen mit voller Konzentration ausgeübt werden könnten.Was die Kleinen so alles in Prisdorf gelernt haben, werden sie am 28. August demonstrieren. Doch auch die Erwachsenen werden ihre Technik-Vielfalt unter Beweis stellen und eine so genannte Stock-Kata (Stock-Kampf) vorführen, bevor es an Kruse selbst ist, ihre Fährigkeiten im Schwertkampf zu zeigen.